Informiert oder manipuliert? Medien und öffentliche Meinung im Wandel


27/11/2017 19.30 Uhr

Old School oder En Vogue? Journalismus neu denken

Meinungsbildend, faktisch, aktuell, relevant – Merkmale, die den klassischen Journalismus auszeichnen. Oder etwa ausgezeichnet haben? Gewiss ist, die Branche unterliegt einem Wandel. Die Digitalisierung hat den Journalismus verändert, seine Funktion als Gatekeeper in Frage gestellt. Leser bestimmen Themen, Internet-Provider filtern Nachrichten und Roboter sorgen für Content. Doch in Zeiten von Ungewissheit, Trump und Fake News erfährt der klassische Journalismus am Beispiel von „The New York Times“ plötzlich wieder eine besondere Relevanz. Welche tatsächliche Bedeutung haben die klassischen Medien heute (noch)? Kann die Branche in Zeiten von Blogs und Social Media noch Schritt halten? Wie sehen Formate der Zukunft aus?

Podiumsteilnehmer u.a.: Prof. Manfred Faßler (Medienwissenschaftler, Goethe-Universität) und Joachim Braun (Chefredakteur, Frankfurter Neue Presse)


11/12/2017 19.30 Uhr

Auf der Suche nach der Wahrheit: Folgen von Fake-News für politische und gesellschaftliche Diskurse

Fake News, postfaktisch und Lügenpresse – alle drei so relevant für den deutschen Sprachgebrauch, dass sie jüngst in den neuen Duden aufgenommen wurden. Dies verdeutlicht, wie sehr das Thema Falschmeldungen in den vergangenen Monaten in den Fokus der politischen und gesellschaftlichen Öffentlichkeit gerückt ist. Die absichtliche manipulative Verbreitung von Fake News kann ganze Diskurse beeinflussen. Wahrheiten gehen dabei zwischen alternativen und realen Fakten verloren. So entstehen immer mehr Expertengruppen, um Nachrichten zu verifizieren. Was ist Lüge? Was ist Wahrheit? Wie werden Lügengeschichten konstruiert? Was sollen sie bewirken und wie lassen sie sich überprüfen?

Podiumsteilnehmer u.a.: Prof. Marcus Willaschek (Philosoph, Goethe-Universität), Prof. Vinzenz Hediger (Filmwissenschaftler, Goethe-Universität), Anna-Maria Wagner (Digitale Kommunikation, Deutscher Journalisten-Verband) und Andreas Platthaus (Literaturchef, Frankfurter Allgemeine Zeitung)


15/01/2018 19.30 Uhr

„Soziale“ oder „asoziale“ Medien? Technologien der Wahrnehmungs-Überwältigung

Fake News, Hetze, Hasskommentare – wie sozial sind Netzwerke wie Facebook, Twitter und Co. wirklich? Ende Juni 2017 verabschiedete der Bundestag das Netzwerkdurchsetzungsgesetz. Ein Erlass, dass Betreiber von sozialen Plattformen verpflichtet, strafbare Inhalte nach Nutzermeldung zu löschen. Hierfür werden Computerprogramme trainiert, die die digitale Menschenfeindlichkeit leichter aufdecken sollen. Doch wie verlässlich sind diese Algorithmen und wird damit die rechtsstaatliche Verantwortung nicht an die Falschen übertragen? Aber nicht nur in der Bekämpfung auch in der Verbreitung von Inhalten werden Softwareprogramme eingesetzt: Social Bots. Sie verbreiten automatisch täuschend echte Nachrichten in Sozialen Netzwerken. Inwiefern wird hier die digitale Öffentlichkeit manipuliert? Welche Technologien und Geschäftsfelder der Manipulation gibt es? Welche Chancen und Risiken bestehen in der Regulierung?

Podiumsteilnehmer u.a.: Dr. Thorsten Thiel (Politologe, Goethe-Universität) und Julia Krüger (Autorin, netzpolitik.org)