Frankfurter Bürger-Universität - Rück- und Vorschau

Bürger-Uni "Tatort-Forschung" im Wintersemester 2016/17

Nach der Bürger-Universität ist vor der Bürger-Universität. Die diesjährige Reihe "Tatort-Forschung" im Wintersemester 2016/17 ist erfolgreich zu Ende gegangen. An insgesamt vier Abenden diskutierten Expertinnen und Experten gemeinsam mit interessierten Bürgerinnen und Bürgern über die bekannte Krimireihe "Tatort" und die polizeiliche Ermittlungsarbeit.

14.11. | Medienphänomen Tatort. Was macht die Krimireihe zum Kult? 
Pressemitteilung | Nachbericht 

21.11. | Der reale Tatort. Verdrängen Klischees die kriminalistische Wirklichkeit? 
Pressemitteilung | Nachbericht | Video-Aufzeichnung

05.12. | Kommissar Hightech. Wie die moderne Forensik die Ermittlungsarbeit verändert
Pressemitteilung | Nachbericht | Video-Aufzeichnung

12.12. | Kriminalstatistiken klären auf. Wovor müssen wir wirklich Angst haben?
Pressemitteilung | Nachbericht | Video-Aufzeichnung


Biografienreihe im Sommersemester 2017

Im Sommersemester 2017 ist wieder die berühmte Biografienreihe „Wie wir wurden, wer wir sind“ an der Reihe. Die Termine stehen bereits fest: 24. April., 8. Mai, 22. Mai, 19. Juni, 26. Juni und 03. Juli. Die Veranstaltungen finden wie die Jahre zuvor in der Zentralbibliothek der Stadtbücherei, Hasengasse 4, 60311 Frankfurt statt. Beginn jeweils um 19.30 Uhr.

Zum Auftakt am 24. April steht die Biografie von Helene Weigel im Fokus:

Zweifellos war das Leben der Helene Weigel an der Seite von Bertold Brecht ein Leben in seinem Schatten. Die Kooperation am Berliner Ensemble, der Lebenszuschnitt des Ehepaars während der Zeit der Emigration, auferlegten Helene Weigel eine Selbstzurücknahme, die bis zur Selbstpreisgabe gehen konnte. Unbestritten sind dabei ihre Beiträge zur Innovation des Theaterspiels und zu einem neuen Verständnis des Schauspielberufs. Der Vortrag geht den familiengeschichtlichen und berufsbiografischen Weichenstellungen einer der großen Frauen des deutschen Theaters nach.


24/04/2017 19.30 Uhr | Helene Weigel

Mutter Courage

Zweifellos war das Leben der Helene Weigel an der Seite von Bertold Brecht ein Leben in seinem Schatten. Die Kooperation am Berliner Ensemble, der Lebenszuschnitt des Ehepaars während der Zeit der Emigration, auferlegten Helene Weigel eine Selbstzurücknahme, die bis zur Selbstpreisgabe gehen konnte. Unbestritten sind dabei ihre Beiträge zur Innovation des Theaterspiels und zu einem neuen Verständnis des Schauspielberufs. Der Vortrag geht den familiengeschichtlichen und berufsbiografischen Weichenstellungen einer der großen Frauen des deutschen Theaters nach.

Referent: Prof. Tilman Allert lehrt Soziologie und Sozialpsychologie an der Goethe-Universität Frankfurt

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08/05/2017 19.30 Uhr | Eduard Beaucamp

Unzeitgemäße Kunstkritik

Über Jahrzehnte blickte Eduard Beaucamp als Kunstkritiker der FAZ unzeitgemäß hinter die sozialistische Maske und entdeckte die individualistische Dynamik der Leipziger Schule. In seinen Essays positionierte er sich als einer der einflussreichsten Kenner der der malerischen Avantgarde zwischen Markthörigkeit und strenger Progressivität. Der Vortrag fragt nach den biographischen Zäsuren, die Beaucamp für die Traumata, Ambivalenzen und Sublimationen der künstlerischen Weltanschauungen im geteilten Deutschland empfänglich werden ließen.

Referent: Prof. Matthias Bormuth lehrt Vergleichende Ideengeschichte an der Universität Oldenburg

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22/05/2017 19.30 Uhr | Walter Benjamin

Genie und Grenzgänger

Walter Benjamins Werk blieb unvollendet, sein Leben endete früh und tragisch, dennoch zählt er zu den einflussreichsten Denkern des zwanzigsten Jahrhunderts. Die Biografie, in deren Stationen sich Zeitströmungen, die intellektuellen Milieus der Weimarer Republik ebenso wie die politischen Zäsuren von der russischen Revolution bis zum nationalsozialistischen Krieg widerspiegeln, ist Gegenstand eines Vortrags, der die faszinierende Verschränkung von Werk und Person zum Thema macht.

Referent: Dr. Lorenz Jäger ist Autor und ehemaliger leitender Mitarbeiter im Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Zeitung

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19/06/2017 19.30 Uhr | Helmuth Plessner

Vom Lachen und Weinen

Mit seinem Namen verbindet sich in der deutschen Geistesgeschichte ein einzigartiges Bemühen, die Trennung von Geistes- und Naturwissenschaften zu durchbrechen und eine Philosophie der menschlichen Natur zu begründen, die das Leib-Sein und Körper-Haben ins Zentrum rückt. In den Stationen des Lebenswegs von Plessner, Sohn der Stadt Wiesbaden, an dessen 125. Geburtstag im September 2017 zu erinnern sein wird, wird das Schicksal eines zur Emigration gezwungenen jüdischen Intellektuellen lebendig. Der Vortrag widmet sich der wechselvollen Geschichte eines Gelehrten zwischen Emigration und Rückkehr.

Referentin: Prof. Birgit Recki lehrt Philosophie an der Universität Hamburg

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26/06/2017 19.30 Uhr | Manfred Krug

Liebling Kreuzberg

Kaum eine Lebensgeschichte spiegelt die konfliktreiche Beziehung zwischen den beiden Landesteilen des Nachkriegsdeutschlands so anschaulich wieder wie die des Schauspielers Manfred Krug. Ein beeindruckender Entwurf von trotziger Autonomie lässt ihn während seiner Karriere in der DDR zu einem Idol werden, zieht den Verdacht der Staatssicherheit auf sich und begründet schließlich den Ausreisewunsch in den Westen. Wenn auch vom Typus unvergleichlich, wird Manfred Krug wie Heinz Rühmann national beliebt und beeindruckt in den verschiedensten Rollen sein Publikum mit einem ungewöhnlichen Entwurf von Mut und Lässigkeit.

Referent: Dr. Edo Reents ist Leiter des Feuilletons der Frankfurter Allgemeinen Zeitung

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03/07/2017 19.30 Uhr | Beate Uhse

Freiheit für die Liebe

Mit ihrem Namen ist die Idee der sexuellen Befreiung verbunden. Kulturell orientiert an den Bildungsidealen der Reformpädagogik entspinnt sich zwischen Technikbegeisterung und Tabubruch eine wechselvolle Karriere als Pilotin,  Unternehmerin und Propagandistin eines unbefangenen Verhältnisses zur menschlichen Sexualität. Der Vortrag geht den zeitgeschichtlichen Voraussetzungen und familiengeschichtlichen Grundlagen einer eindrucksvollen Biografie nach.

Referent: Prof. Tilman Allert lehrt Soziologie und Sozialpsychologie an der Goethe-Universität Frankfurt

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