Frankfurter Bürger-Universität im Wintersemester 2015/2016

Ab 30.11.2015: Start der Vortragsreihe "Wie lebt Frankfurt?"

Wie lebt Frankfurt? Dieser Frage möchte die Frankfurter Bürger-Universität in diesem Wintersemester nachgehen. Kein leichtes Unterfangen! Wie soll man eine Stadt kritisch hinterfragen, die von den meisten ihrer Bewohner in den höchsten Tönen gelobt wird? Wer es einmal geschafft hat, sich in Frankfurt einzuleben (es dauert ein wenig), will nicht mehr weg!

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30/11/2015 19.30 Uhr - Wie generationengerecht ist Frankfurt?

Älterwerden in der City

Die Menschen werden immer älter. Aber ein längeres Leben ist auch mit besonderen Herausforderungen für die Kommunen und Städte verbunden. In deren Verantwortung liegt es, das Älterwerden so angenehm wie möglich zu gestalten.
Die Aufgabe von Stadtplanern, Kulturbeauftragten und Forschern ist es, eine nachhaltige Demografie-Strategie zu entwickeln. Wie sieht eine solche nachhaltige Strategie für die nachfolgende Generation aus? Wie wird derzeit in Frankfurt mit der zunehmenden Verstädterung, dem Älterwerden der Bevölkerung und der Isolierung des Einzelnen umgegangen? Wie funktioniert derzeit das Zusammenleben der Generationen in Frankfurt?


Podiumsgäste:
Oberbürgermeister Peter Feldmann (Stadt Frankfurt), Birgit Kasper (Netzwerk Frankfurt für gemeinschaftliches Wohnen e. V.),
Prof. Frank Oswald (Goethe-Universität), Prof. Johannes Pantel (Universitätsklinikum Frankfurt)

Moderation: Petra Boberg (hr-iNFO)

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07/12/2015 19.30 Uhr - Wer kann sich Frankfurt (noch) leisten?

Eine Stadt für alle oder für die Reichen

Im Schnitt ziehen 42 Menschen pro Tag nach Frankfurt hinzu. Die Stadt wächst und  der Mangel an (bezahlbarem) Wohnraum ist seit Jahren ein Problem. Die Stadt baut – Wohnungen im Luxussegment. Die Anzahl der Sozialwohnungen indes schrumpfte in den letzten 20 Jahren von 50 000 auf 30 000. Wie kann die Stadt dem Wachstum gerecht werden und welche Verantwortung hat sie gegenüber ihren Bürgern in Bezug auf Wohnraum? Wer sich Frankfurt nicht leisten kann, muss ins Umland ziehen – gibt es ein Recht auf freie Bestimmung des Wohnortes?



Podiumsgäste:
Prof. Maren Harnack (Frankfurt University of Applied Sciences), Prof. Susanne Heeg  (Goethe-Universität), Rolf Janßen (DMB Mieterschutzverein Frankfurt a. M.), Bodo Pfaff-Greiffenhagen (CDU)

Moderation: Petra Boberg (hr-iNFO)

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14/12/2015 19.30 Uhr - Wird Frankfurt seinem Integrationsanspruch gerecht?

Miteinander oder nebeneinander

In Frankfurt am Main leben derzeit rund 708 000 Menschen aus 180 Nationen mit über 200 Sprach- und Kulturtraditionen. Es herrscht ein friedliches Zusammenleben. Oder doch ein Nebeneinanderleben? Sind die Zugewanderten gut integriert, isoliert oder – im Bahnhofsviertel, wo die meisten von ihnen leben – von der Gentrifizierung bedroht? 1989 wurde in Frankfurt das bundesweit erste Integrationsdezernat gegründet. Was wurde seitdem erreicht und was sind heute und in den kommenden Jahren die Herausforderungen? 2010 wurde zudem ein Integrations- und Diversitätskonzept verabschiedet. Was beinhaltet dieses? Lebt Frankfurt das, wofür es steht – offen und international?


Podiumsgäste:
Prof. Sabine Andresen (Goethe-Universität), Dr. Nargess Eskandari-Grünberg (Stadt Frankfurt), Prof. Lena Inowlocki (Institut für Migrationsstudien und interkulturelle Kommunikation)

Moderation: Christoph Scheffer (hr-iNFO)

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25/01/2016 19.30 Uhr - Zu etabliert, um cool zu sein?

Frankfurt und seine Subkultur

Frankfurts kulturelles Angebot hat viel zu bieten: Das Museumsufer ist einer der wichtigsten Museumsstandorte in Deutschland, auf rund 20 Bühnen finden ständig Musik-, Theater- und Literaturveranstaltungen statt. Doch ein ausgewogenes Kulturleben hat eben nicht nur Hochkultur. Wo ist Frankfurts Subkultur? Gibt es sie überhaupt? Es scheint, kreativer Freiraum ist hier nicht erwünscht. Warum? Für die Förderung und den Aufbau einer jungen Kreativszene mangelt es der Stadt nicht an Geld. Trotzdem wehrt sich die Stadt und nimmt stattdessen den Verlust kreativer Köpfe in Kauf, die (nicht nur nach Berlin) wegziehen.


Podiumsgäste: Hans Romanov (Clubbesitzer), Klaus Walter (Radiomoderator und Journalist),  Carolina Romahn (Stadt Frankfurt)

Moderation: Christoph Scheffer (hr-iNFO)

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01.02.2016 19.30 Uhr - Wofür engagiert sich Frankfurt?

Private versus öffentliche Verantwortung

Frankfurt am Main gilt zu Recht als Stifterstadt: Über 500 Stiftungen sind derzeit in der Mainmetropole angesiedelt, insgesamt 60.000 Frankfurter üben ein Ehrenamt aus. Freiwilliges Ehrenamtliches Engagement hat hier eine lange Tradition. Woraus ist diese entstanden, wo führt sie in Zukunft hin? Inwieweit trägt dieses Engagement die Stadt und würde Frankfurt auch ohne funktionieren? Ehrenamtliche Arbeit außerhalb von Stiftungen wir aber auch immer mehr vorausgesetzt, mit der Begründung: „Wir haben kein Geld.“ Inwiefern macht es sich der Staat zu einfach und gibt die eigene Verantwortung an die private Förderung ab?


Podiumsgäste: Prof. Tim Engartner (Goethe-Universität), Dr. Roland Kaehlbrandt (Stiftung Polytechnische Gesellschaft), Prof. Ralf Roth (Goethe-Universität)

Moderation: Petra Boberg (hr-iNFO)

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