Frankfurter Bürger-Universität im Sommersemester 2022

Liebe Freundinnen und Freunde der Bürger-Universität, 

Klimawandel, Pandemie, Krieg – wir machen derzeit Erfahrungen, die vieles, von dem wir bislang überzeugt waren, in Frage stellen. Wirtschaftliche und politische Ordnungen, unser Umgang mit unserer Mitwelt – wir sind aufgefordert, darüber gründlich nachzudenken, um unser künftiges Verhalten vorzudenken. 

Die Universität ist per se ein Ort des Nachdenkens, ein Ort, an dem Wissen forschend gesammelt, vermittelt und im Austausch immer wieder kritisch auf den Prüfstand gestellt wird. Die Bürger-Universität lässt Sie an diesen Prozessen teilhaben. Wie können wir die Natur als wertvollen Lebensraum langfristig erhalten und auch als Ressource für uns Menschen nachhaltig nutzen? Welche Rolle spielt die Mathematik bei der Klimaforschung? Gehören Streit und Vertrauen zusammen? Diese Fragen greift die Bürger-Universität auf. 

Aufmerksam machen möchten wir Sie auch auf den Vortrag des Physik-Nobelpreisträgers Reinhard Genzel über Galaxien und Schwarze Löcher, auf die Poetikvorlesung der Schriftstellerin Judith Hermann, auf unsere Kinder-Universität sowie die zweiteilige Diskussionsveranstaltung zum Thema „Religionen in der pluralen Gesellschaft“: In ihr gehen Expertinnen und Experten der Goethe-Universität der Frage nach, ob und wie es zu Glaubensüberzeugungen in einer demokratisch und wissenschaftlich geprägten Welt kommen kann.


Kontakt

Pia Barth 
Telefon: 069 798 – 12481 
E-Mail: buergeruni@uni-frankfurt.de

Zweiteilige Diskussionsveranstaltung der Bürger-Universität 

Mit oder ohne Gott? Religionen in der pluralen Gesellschaft

Wenn die Wissenschaft nicht das letzte Wort über unser Leben haben soll – wer oder was aber dann? Und wie können wir in pluralen Gesellschaften konstruktiv mit der Differenz zwischen religiösen und säkularen Überzeugungen sowie unterschiedlichen Religionen umgehen? Ein Gespräch über Glauben und Religionen aus kultur-, religions- und sozialwissenschaftlicher Sicht.

8. Juni, 19 Uhr / Was glauben wir eigentlich, wenn wir glauben

Wie kommt es zu Glaubensüberzeugungen in einer Welt, in der Kirche nur noch von wenigen als Hort der sozialen Ordnung, Moralinstanz und rituelle Stütze erlebt wird? Welche Rolle spielen Menschenrechte und Werte in einer Moderne, die das Religiöse oft systematisch aus ihrem Selbstverständnis ausschließt?

Es diskutieren: Prof. Dr. Thomas Schmidt und Prof. Dr. Heiko Schulz von der Goethe-Universität sowie Prof. Dr. Kristina Stoeckl von der Universität Innsbruck
Moderation: Prof. Dr. Martin Saar, Goethe-Universität

Ort: Jüdisches Museum, Bertha-Pappenheim-Platz 1, 60311 Frankfurt. 

Anmeldung unter: julia.arndt@stadt-frankfurt.de

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28. Juni, 19:30 Uhr / Mit anderen Wahrheiten leben: Was können Religionen und deren wissenschaftliche Erforschung zum Dialog in der säkularen Gesellschaft beitragen?

Wie positionieren sich Christentum, Islam und Judentum zu einander und in einer säkularen Gesellschaft? Sind religiöse Gemeinschaften in der Lage, Pluralität auszuhalten und Konflikte auszutragen? Welche Selbstbilder haben sie? 

Es diskutieren: Armina Omerika, Professorin für Ideengeschichte des Islam, Goethe-Universität Anja Middelbeck-Varwick, Professorin für Religionstheologie und Religionswissenschaft, Goethe-Universität Rebekka Voß, Professorin für Geschichte des deutschen und europäischen Judentums, Goethe-Universität Christian Wiese, Martin-Buber-Professor für jüdische Religionsphilosophie, Goethe-Universität
Moderation: Joachim Valentin, Professor für Religions- und Kulturtheorie, Goethe-Universität

Ort: Stadtbücherei, Stadtbücherei Frankfurt, Zentralbibliothek, Hasengasse 4, 60311 Frankfurt. 

Anmeldung unter: veranstaltungen.zentralbibliothek@stadtbuecherei.frankfurt.de

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Die Veranstaltung wird mit veranstaltet vom Forschungsverbund „Dynamiken des Religiösen“ der Goethe-Universität.